
Es wird eine ruhige bis lebhafte geomagnetische Aktivität erwartet, wobei die Wahrscheinlichkeit für aktive Intervalle im Tagesverlauf abnimmt. Die Sonnenaktivität ist in den letzten 24 Stunden moderat gewesen, mit einem M3.1-Flare (16/0817UT). Es besteht weiterhin die Möglichkeit vereinzelter M-Flares (M 55% X 15% Proton 10%).
ZCZC 170530UT NOV25 QAM SFI132 SN66 eSFI128 eSSN88 KIEL A21 K(3H)4 SWS518 BZ1 BT4 HPI29 DST-47 KP4CAST(3D) MAX 4/5 3/4 2/3 MUF3000 MAX28+(D) MIN7(N) DATA BY DK0WCY KC2G SWPC/NOAA SANSA WDC/KYOTO MET OFFICE UK GFZ POTSDAM FWBST RHB NNNN
Erläuterungen dazu unter Funkwetter (PDF).
Conteste in der Kalenderwoche 46/2025 - 17.11.25 bis 23.11.25►
Mo 17.11.25 UTC Mode Bänder OK1WC Memorial 16:30 - 17:29 CW 80/40m RSGB FT4 Contest 20:00 - 22:00 FT4 80 - 10m Di 18.11.25 NRAU Activity 18:00 - 22:00 alle 1,3GHz SP Activity 18:00 - 22:00 CW/SSB/FM 1,3GHz RSGB Activity 20:00 - 22:30 alle 1,3GHz Mi 19.11.25 CWT Mini Contest 13:00 - 14:00 CW 160 - 10m FT8 Activity 17:00 - 21:00 FT8 1,3GHz CWT Mini Contest 19:00 - 20:00 CW 160 - 10m Moon Contest 19:00 - 21:00 alle 50MHz Do 20.11.25 CWT Mini Contest 03:00 - 04:00 CW 160 - 10m CWT Mini Contest 07:00 - 08:00 CW 160 - 10m Sa. 22.11. - So. 23.11.25 LZ DX Contest 12:00 - 12:00 CW/SSB 80 - 10m xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxWie entsteht der 11-jährige Sonnenzyklus? Dresdner Forscher verfolgen die Planetenhypothese, wonach die Gezeitenkräfte von Venus, Erde und Jupiter die Sonnenaktivität beeinflussen. Sie identifizieren solare Rossby‑Wellen als physikalisches Bindeglied, das die winzigen planetaren Gezeitenkräfte in Impulse für den Sonnendynamo umwandeln kann. Aus Rechnungen und der Überlagerung sog. Rieger‑Zyklen (≈118, 193, 299 Tage) ergibt sich der prominente 11,07‑jährige Schwabe‑Zyklus. Radio DARC hatte für die heutige Sendung den Dresdner Forscher Dr. Frank Stefani interviewt.
Was für ein Spektakel: Erneut Polarlichter über Mitteleuropa! Kurzwellenamateure kennen das: Eine besonders aktive Phase im 11-jährigen Sonnenzyklus. Aber warum ist die Sonne periodisch aktiv, und wer gibt den Takt vor?
Alle elf Jahre häufen sich Strahlungs- und Plasmaausbrüche der Sonne, die 10,7-cm-Radioflux-Werte sind so hoch, ebenso die Zahl der Sonnenflecken - ein Auf und Ab im Takt. Fachleute sprechen vom Schwabe-Zyklus. Daneben existieren weitere, weniger auffällige Schwankungen der Sonnenaktivität, deren Perioden von einigen hundert Tagen bis zu mehreren Jahrhunderten reichen. Diese Zyklen werden jedoch vom Schwabe-Zyklus überlagert. Doch welcher Mechanismus diesem Auf und Ab zugrunde liegt, ist nur teilweise geklärt.
Ein Forscherteam um den Physiker Dr. Frank Stefani am Institut für Fluiddynamik des Helmholtz‑Zentrums Dresden‑Rossendorf (HZDR) verfolgt seit einigen Jahren die sogenannte Planetenhypothese. Danach üben die Planeten mit ihrer Schwerkraft Gezeitenkräfte auf die Sonne aus, ähnlich wie der Mond die Gezeiten auf der Erde verursacht. Dieser Effekt wäre alle 11,07 Jahre am stärksten: Immer dann, wenn Venus, Erde und Jupiter in einer Linie mit der Sonne stehen. Tatsächlich stimmt das Auftreten dieser Planetenkonstellation bemerkenswert gut mit dem Schwabe‑Zyklus überein. Bisher fehlte jedoch ein plausibler physikalischer Vermittler zwischen den Gezeitenkräften der Planeten und dem solaren Magnetfeld.
Die Forschungsgruppe um Stefani identifizierte nun Rossby‑Wellen auf der Sonne als dieses fehlende Bindeglied [1]. Benannt nach dem Meteorologen Carl‑Gustaf Rossby wurden diese großräumigen Wellenbewegungen und Verwirbelungen in den 1930er Jahren zunächst in Ozeanen und Erdatmosphäre entdeckt. Sie entstehen, wenn Massen auf einer rotierenden Kugel verschoben werden, breiten sich gegen die Drehrichtung aus und erreichen am Äquator ihre größte Amplitude. Auf der Erde prägen Rossby‑Wellen etwa den Verlauf der Jetstreams. Auch auf der Sonne treten Rossby‑Wellen auf, dort mit Lebensdauern von mehreren Monaten.
Das solare Magnetfeld entsteht durch komplexe Bewegungen des elektrisch leitenden Plasmas im Sonneninneren – man kann sich das wie ein gigantisches Dynamo vorstellen. „Dieser Sonnendynamo erzeugt zwar schon von sich aus einen ungefähr elfjährigen Aktivitätszyklus – wir denken aber, der Einfluss der Planeten greift in diesen vor sich hinarbeitenden Dynamo ein, gibt ihm immer wieder einen kleinen Schubs und zwingt der Sonne so den außergewöhnlich stabilen 11,07‑Jahres‑Rhythmus auf“, erklärt Stefani. „Wir wissen, wie viel Energie nötig ist, um den Dynamo zu synchronisieren, und wir wissen, dass diese Energie über Rossby‑Wellen auf die Sonne übertragen werden kann. Das Tolle daran ist: Damit können wir nicht nur den Schwabe‑Zyklus und längere Sonnenzyklen erklären, sondern auch die kürzeren Rieger‑Zyklen, die wir zuvor nicht berücksichtigt hatten.“
Die Forscher rechneten nach: Die Gezeitenkräfte während der Springtiden jeweils zweier der drei Planeten Venus, Erde und Jupiter haben genau die richtigen Eigenschaften, um Rossby‑Wellen in der Sonnenkonvektionszone anzustoßen. Daraus ergeben sich mehrere interessante Erkenntnisse. Erstens können diese Rossby‑Wellen ausreichend hohe Geschwindigkeiten erreichen, um dem Sonnendynamo den nötigen Impuls zu geben. Zweitens treten die resultierenden Effekte in Perioden von etwa 118, 193 und 299 Tagen auf – passend zu den beobachteten Rieger‑Zyklen [2]. Und drittens lässt sich aus der Überlagerung dieser drei kurzen Rieger‑Zyklen rechnerisch der prominente 11,07‑jährige Schwabe‑Zyklus ableiten. Selbst langfristige Schwankungen der Sonnenaktivität werden von dem Modell vorhergesagt. Auch dies spricht für einen von den Planeten mitgetakteten Prozess.
Die heutige Sendung von Radio DARC mit dem Interview von Dr. Frank Stefani (HZDR) lässt sich hier nachhören: https://www.alximedia.de/radio/DARC-Radio-16112025.mp3.
Abb.: Die Sonne hat aktuell wieder ein Aktivitätsmaximum im 11‑jährigen Schwabe‑Zyklus durchlaufen. (Bild: Solar Orbiter, ESA & NASA / EUI Team; Aufnahme: Oktober 2023)
Literatur
[1] F. Stefani, G. M. Horstmann, M. Klevs, G. Mamatsashvili, T. Weier: Rieger, Schwabe, Suess‑de Vries: The Sunny Beats of Resonance, Solar Physics, 2024 (DOI: 10.1007/s11207-024-02295-x)
[2] Rieger, E.; Share, G. H.; Forrest, D. J.; Kanbach, G.; Reppin, C.; Chupp, E. L. (1984). „A 154‑day periodicity in the occurrence of hard solar flares?“, Nature, 312 (5995) (DOI:10.1038/312623a0)
John EI7GL wollte 2024 wissen, wie viele QRSS-Signale er in einem Jahr auf dem 28-MHz-Band empfangen kann. QRSS-Signale sind Morsecode-Signale, die sehr langsam übertragen werden. So langsam, dass sie für das menschliche Ohr nicht mehr hörbar sind. Dies führt zu einer deutlichen Leistungsverbesserung beim Empfang sehr schwacher Signale. Ende des Jahres hatte John Screenshots von 26 Rufzeichen aus 11 verschiedenen DXCC-Ländern gesammelt. Aktuell sind es 29 Rufzeichen und 12 verschiedene DXCC-Länder.
Das Empfangsrauschen hängt von der Bandbreite des Empfängers ab. Bei QRSS wird deshalb oft eine Bandbreite von unter 1 Hz verwendet. Das ist gut für QRP-Betrieb (Low Power), weil man so auch bei viel Rauschen schwache Signale empfangen und dekodieren kann. Die QRSS-Signale sind fast genauso hoch wie die WSPR-Frequenz (28.124,6 kHz). Deshalb kann man beide Betriebsarten gleichzeitig überwachen.
QRSS ist eine Methode, um mit weniger als 1 Milliwatt Sendeleistung über Tausende von Kilometern hinweg empfangen zu werden. Der Name QRSS kommt von dem Begriff Q-Code QRS, was "langsamer senden" bedeutet. Das "S" steht für die sehr langsame Übertragung. Oft werden Zeichen nur mit einem Zeichen pro Minute übertragen. Das verbessert die Leistung beim Empfang schwacher Signale. Aber die übertragenen Daten sind in der Menge begrenzt. Wegen der geringen Bandbreite ist es wichtig, dass Sender und Empfänger die gleiche Frequenz haben. Die CW-Demodulation überprüft gleichzeitig mehrere Frequenzen. Mehrere Signale benachbarter Kanäle können nebeneinander dargestellt werden, wenn sie alle innerhalb des Durchlassbereichs liegen. So empfing er am 16. Juli 2025 QRSS-Signale von GB3PKT, G0MBA und G0PKT, während er auf der 10-Meter-WSPR-Frequenz 28.124,6 kHz mithörte. Beim Hinsehen erkannte er ein klares Bild der Rufzeichen (Abb., Copyright EI7GL). Am 12. August 2025 konnte er sogar DL3PB loggen. Peter DL3PB nutzte den visuellen SlowHell-Modus anstelle von Morsecode, das Rufzeichen war deutlich erkennbar.
John hat inzwischen Stationen aus Europa, Kanada, USA, aber auch Reunion im Indischen Ozean im Log. Mehr Infos und Screenshots gibt es auf Johns Blogseite unter https://ei7gl.blogspot.com/search?q=qrss.
Zur Herbst-Mitgliederversammlung des DARC e.V. trafen sich der Amateurrat und Vorstand am 15. November in Baunatal. Die Tagesordnung umfasste zwar 19 Punkte, doch die Versammlung kam erstaunlich schnell voran. Schon am frühen Nachmittag war das meiste Pensum grob bearbeitet. Vielleicht lag es auch daran, dass die Wahlen erst im nächsten Jahr stattfinden. Zu Beginn gab es zunächst einige Ehrungen. Clemens Miara, DG1YCR, DV Westfalen-Nord (N) wurde vom DARC-Vorsitzenden Christian Entsfellner, DL3MBG, mit der Goldenen Ehrennadel des DARC e.V. ausgezeichnet.
OM Clemens hat das Kassenhandbuch für die Mitgliederverwaltungssoftware NetXP Verein federführend geschrieben. Weiterhin hat er sich um viele Vorträge auf dem TREFF.DARC zum Thema Kassenführung verdient gemacht. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde der DV Niedersachsen (N), Oliver Häusler, DH8OH, von DL3MBG geehrt. Der würdige Rahmen der Versammlung bot gleichzeitig Gelegenheit für den Amateurratssprecher Manfred Lauterborn, DK2PZ, ausscheidende Distriktsvorsitzende aus dem Amateurrat zu verabschieden: Peter Frank, DO1NPF, ex-DV Bayern-Ost (U); Robert Ulatowski, DK6YA, ex-DV Mecklenburg-Vorpommern (V), und Mike Kapplusch, DB1BMK, in Abwesenheit als ex-DV Hamburg (E). In den folgenden Tagesordnungspunkten wurden die Vorstandsmitglieder einzeln entlastet. Weiterhin bestätigte die Versammlung den DV Nordrhein (R) Peter Kern, DL1EIP, in seiner Funktion als Moderator der öffentlichen Beratung der vorliegenden Anträge für die Folgejahre. Stichwort Anträge – auch darüber hatte die Versammlung zu befinden. Angenommen wurden 10A (Nachtragshaushalt), 14A (Änderungen der Satzung § 12 Distriktsversammlung und Distriktsvorstand und § 13 Ortsverbands-Mitgliederversammlung, Ortsverband und Ortsverbandsvorstand), 14B (Streichung der Auslandsmitgliedschaft ohne OV-Mitgliedschaft), 14 C in der Versammlung überarbeitet und als 14 C Neu vorgelegt (Änderung der Beitragsordnung [BO] Beitragsklasse 03 [Familienmitgliedschaft]) und 16 A (Haushaltsvoranschlag 2026). Zurückgezogen wurde der Antrag 15 A (Weiterentwicklung des traditionellen DCL bis zur Fertigstellung des DCLnext) nach vorheriger reichlicher Diskussion. Innerhalb der allgemeinen Aussprache ging es neben den administrativen Themen rund um den Verein auch mal um Technik. Der DV Niedersachsen (H), Oliver Häusler, DH8OH, hielt einen Vortrag über Meshcom, Meshtastic und Meshcore. DH8OH stellte zudem fest, dass das Thema gerade erst langsam in der Amateurfunkgemeinschaft ankäme und freute sich, dass die CQ DL schon frühzeitig über die Technik Artikel gebracht habe. „Wir sind eben die Funkspezialisten“, so DH8OH. In einem weiteren Vortrag referierte Stephanie C. Heine, DO7PR, über aktuelle Projekte im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, zu denen solche aus dem Bereich MINT und die Zusammenarbeit mit dem VDE e.V. gehören. Um 15.45 Uhr wurde die Versammlung beendet. "Wir sind fast in Rekordzeit durch die Versammlung gekommen", resümierte der DARC-Vorsitzende, bedankte sich für die regen Diskussionen und wünschte den Teilnehmern eine gute Heimreise.
Das HAARP-Forschungsprogramm kündigt in der Zeit vom 17. bis 22. November eine Messkampagne an. Dabei wird auch ein neues Instrument zum Einsatz kommen: das Rayleigh LIDAR (Light Detection and Ranging). Es soll Temperatur und Dichte in Höhen von 11 bis 85 km messen. Die Kampagne findet auf Frequenzen zwischen 2,75 und 9,6 MHz statt.
Details zur Messkampagne sind unter https://e.pcloud.link/publink/show?code=XZaHcIZNd5KL6nwQUhXJJQojxyflhl0oVwk zu finden.
Die Temperatur- und Dichtedaten über die neutrale Atmosphäre, die mit dem neuen LIDAR gewonnen werden sollen, würden für die Erforschung der Ionosphäre von Nutzen sein, dem ionisierten Teil der Atmosphäre, der mehrere Regionen der oberen Atmosphäre, einschließlich der Mesosphäre, überlagert. „Diese Parameter sind entscheidend für die Interpretation der Details verschiedener Arten von HAARP-bezogenen Messungen der D-Region der Ionosphäre“, so Craig Heinselman, leitender Wissenschaftler am SAGO, einer Forschungseinrichtung der University of Alaska Fairbanks, die auch das HAARP-Array beherbergt.
Die D-Region der Ionosphäre ist mit einer Höhe von etwa 50 bis 90 km die unterste der vier Regionen der Ionosphäre und für Forscher von Interesse, da sie Funksignale absorbiert oder abschwächt. In niedrigeren Breitengraden tritt sie meist tagsüber auf, wenn die Ionisierung durch die Sonne zunimmt. In höheren Breitengraden ist die D-Region Tag und Nacht vorhanden und kann durch Aurora-Partikel und andere damit verbundene Phänomene verstärkt werden.
Heinselman merkt an, dass das LIDAR auch in der Lage sein wird, andere Aktivitäten im erdnahen Weltraum zu untersuchen. „Die Informationen sind an sich schon sehr interessant, insbesondere in dieser subauroralen Region, in der die Aeronomie dynamisch ist und ein spannendes Gebiet der aktiven Erforschung von Phänomenen wie STEVE darstellt“, sagte er und bezieht sich dabei auf ein ausgeprägtes auroraähnliches Ereignis, das als „Strong Thermal Emission Velocity Enhancement“ (starke thermische Emissionsgeschwindigkeitssteigerung) bezeichnet wird.
Die Sonnenwindgeschwindigkeiten haben nach den CME-Vorkommnissen weiter abgenommen. Es wird eine überwiegend ruhige geomagnetische Aktivität erwartet, die Sonntag auf angeregt bis lebhaft (Kp 3–4) ansteigt. Stürmische Perioden sind SO/MO möglich aufgrund schnellen Sonnenwinds (HSS) und CME-Effekten. Die Sonnenaktivität ist nach dem X4-Flare gestern Morgen auf einem hohem Niveau. Weitere M-Flares sind wahrscheinlich, vereinzelte X-Flares aus AR4274 möglich (M 70% X 30% Proton 40%). Aber das Risiko sinkt, da sich diese Region am Sonntag über den westlichen Sonnenrand dreht.
ZCZC 150700UT NOV25 QAM SFI145 SN114 eSFI113 eSSN67 KBORN A4 K(3H)2 SWS570 BZ1 BT5 HPI23 DST-43 KP4CAST(3D) MAX 3 5 5 MUF3000 MAX28+(D) MIN6(N) DATA BY DK0WCY KC2G SWPC/NOAA SANSA WDC/KYOTO MET OFFICE UK GFZ POTSDAM FWBST RHB NNNN
Erläuterungen dazu unter Funkwetter (PDF).