
Der Tag der Morsezeichen (engl. "National Morse Code Day") wird am 27. April eines jeden Jahres begangen. Dieser Tag ehrt die Erfindung des Morsecodes durch Samuel Finley Breese Morse, der als Pionier der elektrischen Telegrafie gilt. Denn ganz im Sinne der angelsächsischen Tradition, den Ehrentag einer Person an deren Geburtsdatum und nicht wie in Deutschland an deren Todestag zu begehen, fällt der National Morse Code Day auf den Geburtstag des oben genannten Samuel Finley Breese Morse (* 27.4.1791).
Zusammen mit seinem Mitarbeiter und Assistenten Alfred Lewis Vail entwickelte er 1833 einen elektrischen Schreibtelegrafen und eine frühe Form des Morsecodes. 1837 erfolgten dann die ersten Tests.
Doch Vails American Morse Code hatte noch deutliche Nachteile. Er bestand nämlich nicht nur aus kurzen und langen Zeichen, sondern auch aus „kürzeren” und „längeren” langen Zeichen sowie aus unterschiedlichen Zeichenpausen, die sich sogar innerhalb der einzelnen Zeichen wiederfanden. Dies änderte der Deutsche Friedrich Clemens Gerke (* 22. Januar 1801 in Osnabrück; † 21. Mai 1888 in Hamburg), der als Schriftsteller, Journalist und Musiker tätig war. Gerke entwickelte den Morse-Code dahingehend, dass es nur kurze und lange Zeichen gibt.
Gerkes System (auch Hamburger Alphabet genannt) wurde schließlich 1865 durch den ersten internationalen Telegraphenvertrag als allgemein geltender Telegraphie-Standard festgelegt. Bis auf geringe Änderungen ist sein entscheidend verändertes Morsealphabet das bis heute verwendete gültige Internationale Telegraphenalphabet in der Morsetelegrafie.
Zu Ehren Gerkes erhielt der 230 Meter hohe Fernmeldeturm in Cuxhaven, der 1992 in Betrieb genommen wurde, den Namen „Friedrich-Clemens-Gerke-Turm”.
Die Meldung vom 24.4. zum Thema „AST SpaceMobile darf 70-cm-Amateurfunkband für 248 Satelliten nutzen“ hat zu erheblichen Irritationen im Kreis der UKW-Funkamateure geführt. Wir haben deshalb Bernd Mischlewski, DF2ZC, den Referenten Frequenzmanagement, um eine Bewertung gebeten.
„Die Meldung, so wie sie veröffentlicht wurde, hat fälschlicherweise den Eindruck erzeugt, dass AST das 70-cm-Band permanent nutzen dürfe. Dem ist definitiv nicht so. Der grundsätzliche Hintergrund wurde von Martin, DL5DS, und mir bereits in der Meldung vom 5.8.2025 erläutert: https://www.darc.de/nachrichten/meldungen/archiv-details/news/bedrohung-des-70-cm-bandes-durch-us-satellitensystem-1/“.
Bisher hatte AST von der US-amerikanischen Fernmeldeverwaltung FCC die Erlaubnis erhalten, 25 Low-Earth-Orbit-Satelliten ins All zu schießen. Mit der aktuellen Entscheidung wurde die Gesamtzahl nun auf 248 Satelliten, die Frequenzen im 70 cm Band nutzen können, erhöht. Hierbei gilt nach wie vor, dass andere Funkdienste nicht gestört werden dürfen. Im Falle einer Störung sind die Aussendungen unverzüglich einzustellen. Auch darf AST keinen Schutz vor Aussendungen Dritter beanspruchen. Basis dafür ist die Regelung 4.4. der VO Funk, die genau so etwas erlaubt: „Administrations of the Member States shall not assign to a station any frequency in derogation of either the Table of Frequency Allocations in this Chapter or the other provisions of these Regulations, except on the express condition that such a station, when using such a frequency assignment, shall not cause harmful interference to, and shall not claim protection from harmful interference caused by, a station operating in accordance with the provisions of the Constitution, the Convention and these Regulations.”
Wie schon bisher, darf AST im Frequenzbereich 430-440 MHz ausschließlich Notfall-TT&C (Telemetry, Tracking and Command)-Operations (ohne Erdausrichtung) durchführen. Mittenfrequenzen sind 430,5 MHz, 432,3 MHz, 434,1 MHz, 435,9 MHz und 439,9 MHz. Dies darf einen Zeitraum von 24 Stunden nicht überschreiten. Kurios am Rande ist übrigens, dass die FCC diese Erlaubnis für ausschließlich außerhalb der USA erteilt hat.
Bei Licht betrachtet erscheint das Ganze also nicht so gravierend, wie mitunter befürchtet wurde. Auch bezieht man sich bei der FCC darauf, dass bisher keine Störungsmeldungen von Funkamateuren vorlägen. Andererseits gilt es, wachsam zu sein: Bitte melden Sie Störungen auf diesen Frequenzen unverzüglich der BNetzA!
Der DARC wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Zuweisungspläne eingehalten und damit Nutzung der Amateurfunkbänder nicht unzulässig eingeschränkt wird.
Am 20.4.26 wurde der BlueBird 7-Satellit (der siebte großflächige Breitband-Satellit des Unternehmens) im Rahmen einer Blue-Origin-Mission übrigens in eine deutlich niedrigere Umlaufbahn als geplant ausgesetzt und ging deshalb verloren. Das beeinträchtigt das AST-Programm jedoch kaum.
Darüber berichtet Bernd Mischlewski, DF2ZC, DARC-Referent Frequenzmanagement
Zwei koronale Löcher haben die Sonnenwindgeschwindigkeit leicht erhöht. Es wird allgemein eine ruhige bis unruhige Geomagnetik erwartet, anfangs sind noch vereinzelte aktive Phasen möglich. Mit Flares ist zu rechnen (M 55%, X 15%). Die Sonne ist moderat aktiv (SFI 156, M6.0 26/2257 UT). Brauchbare bis gute Bedingungen.
Siehe auch http://dk0wcy.de/magnetogram/.
Conteste in der Kalenderwoche 18/2026 - 27.04.26 bis 03.05.26►
Mo 27.04.26 Di 28.04.26 Mi 29.04.26 Do 30.04.26 Fr 01.05.26 Sa 02.05.26 So 03.05.26 00:00 < EUCW QRS PARTY > 23:59Ausgehend von einer Sonnenfleckenrelativzahl von 96 zeigt die Übersicht die Zuverlässigkeit (Reliability) von Funklinien (DL - Zielgebiet) in Prozent (Morsetelegrafie; TX 50 Watt, RX 500 Hz Bandbreite, SNR = 0 dB).
„2700 Besucher haben den 7. FUNK.TAG besucht“, freute sich Stephanie Heine, DO7PR, von der DARC-Öffentlichkeitsarbeit. „Damit knüpfen wir an das Event von 2024 an“, so DO7PR weiter. Zur Erinnerung, auch der 6. FUNK.TAG zog 2700 Besucher an, nur, dass die Veranstaltung in diesem Jahr unter gewissen Rahmenbedingungen stand. Einerseits die aktuell hohen Benzinkosten und auch das einmalige Aussetzen der Veranstaltung im vergangenen Jahr, weil der DARC e.V. zu seiner großen Geburtstagsparty in die Stadthalle Baunatal einlud.
Und da der sich der FUNK.TAG mit seinem Eventcharakter von anderen Veranstaltungen ein wenig abzuheben versucht, gab es zur Eröffnung ein eigens für die Veranstaltung komponiertes Musikstück zu dem die Kollegen aus der Geschäftsstelle das Stelldichein mitsangen. Das kam gut beim Publikum an, welches seinen Beifall zollte. Auch der DARC-Vorsitzende Christian Entsfellner, DL3MBG, war überrascht: „Ich wusste nichts davon!“. Weiter ging auch er nochmal auf die erfreulich hohe Besucherbeteiligung ein: „Es freut mich, dass so viele Besucher nach Kassel gekommen sind, trotz gewisser Unkenrufe“, die im Vorfeld zu lesen waren. Und inhaltlich? Da gab es wieder einiges zu entdecken! Der Flohmarkt war zu Spitzenzeiten gegen Mittag derart voll, wie man es aus früheren Zeiten kannte, es war teils kein Durchkommen. Viel Technik wurde geboten, von der Helix-Antenne über Rotoren bis hin zu ZF-Filtern bekannter Funkgeräte. Bei Icom war zu erfahren, dass es dieses Jahr noch „etwas neues geben sollte“, „aber wir wollen die Spannung noch etwas halten“ -- war mit Hinblick auf die Tokyo Hamfair in Japan zu erfahren. Auch funkbetrieblich gabs viel zu erleben. Rund 25 Teilnehmer verfolgten die DOK-Börse, innerhalb derer eben viele DOKs ausgetauscht wurden. Um Punkt 13.07 Uhr Localtime erfolgte der vorab angekündigte Ballonstart des Distriktes Köln-Aachen (G). Das Luftgefährt startete vom Kasseler Messegelände zunächst in südliche Richtung und driftete dann nach Südosten ab. Zur Fortbildung wurde auch das Vortragsprogramm reichlich genutzt. Der große Raum „Alpha“ war mit 100 Sitzplätzen bestuhlt und hätte sicher doppelt so groß sein können, als Martin Steyer, DK7ZB, über Antennen basierend auf 5,6 m Teleskopstäben referierte. Schlussendlich kann man sagen: „Die Familie traf sich wieder in Kassel“. Gemeint ist hier natürlich die Amateurfunkfamilie. Und sie wächst. Auf die nunmehr 8. Ausgabe des FUNK.TAGes im April nächsten Jahres. Das genaue Datum wird noch mit der Messe festgelegt.